Geldwert

Ist schon komisch, da kommt ein, zugegeben hochwertiges und graphisch aufwendig aufbereitetes, Stück Papier daher. Drauf eine Zahl gedruckt und alle akzeptieren die Zahl als Geldwert. Ehrlich, so recht verstehe ich das nicht.

Der Wert unseres Geldes beruht auf Vertrauen und gesetzlichen Vorgaben. Letzteres z.B. dadurch dass der Euro in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel ist. Jeder (!) muss ihn annehmen und zwar zum aufgedruckten oder auf der Überweisung angegebenen Wert. Ersteres, das Vertrauen, beruht auf vielen Grundlagen. Gute Erfahrungen, unkritischer Umgang, allgemeine Akzeptanz sind einige dieser Grundlagen.

Dennoch, die Summe aller z.B. in Deutschland vorhandenen Geldmittel sind weder durch Edelmetalle (Goldstandard) noch durch sonstige Werte hinterlegt. So what?

Ist das aber nun gut oder schlecht? Ich persönlich meine, dass es durchaus nachhaltig ist, wenn die Geldmenge in einem Land oder Wirtschaftsraum durch tatsächliche Werte beträchtlich hinterlegt ist. Als Beispiele möchte ich anführen, dass es in einem solchen Konstrukt wesentlich schwerer ist, „auf Pump“ zu leben und somit nachhaltiges Wirtschaften stärker eingefordert wird. Geld kann nicht ins Endlose geschaffen werden und somit werden Spekulationen mit Geld deutlich erschwert. Letztlich weiss man, was man hat.

Geldmengenwachstum, Überinvestition, Quantitatives Wachstum, Keynesianische Wirtschaftspolitik und sicher noch ganz viele weitere Punkte sprechen für ein hinterlegungsfreies Geldsystem.

Was ist besser?


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